Waikiki Beach

Das Leben ist kein Waikiki-Beach: Das moa theater präsentiert im Januar im Ihme-Zentrum in Hannover-Linden die grotesk-amüsante Tragödie “Waikiki Beach” von Marlene Streeruwitz. Es geht um Sex, Macht, Sucht und Gewalt.

Helene ist mit Rudolf verheiratet, aber eigentlich hat sie schon lange kein Interesse mehr an ihrem Ehemann. Und Rudolf wiederum ist stärker an seiner Wiederwahl als Bürgermeister als an seiner Frau interessiert. Da vergnügt sich Helene lieber mit Michael, dem Chefredakteur der größten Tageszeitung der Stadt, der zugleich der größte Konkurrent ihres Mannes ist.

Die besten Zeiten der Affäre sind jedoch lange vorbei. Das wird schnell klar, als sich das Paar heimlich in den verlassenden Räumen von Michaels alter Redaktion trifft. Doch fest steht auch: Michael ist kein Mensch, den man einfach so verlassen kann. Und Rudolf würde alles tun, um seinen Konkurrenten mit Schmutz zu bewerfen, solange er sich selbst am Ende als strahlender Sieger präsentieren kann.

Das Drama der österreichischen Autorin wurde bereits 1992 uraufgeführt – und hat bis heute nichts von seiner Aktualität verloren. Denn was zunächst als amüsante Beziehungsgeschichte beginnt, zeigt nach und nach Dynamiken von Machtmissbrauch und Gewalt, bei der einem so manches Lachen im Halse stecken bleibt.